Monat: Januar 2026

Tatendrang und Disziplin

Wer ständig auf Motivation wartet, wird nie anfangen. (Autor unbekannt)

Ich habe bereits vor 5 Jahren einen Blog über Selbstmotivation geschrieben. Im damaligen Blog ging es um die Selbstmotivation bei alltäglichen Dingen und meinen Hobbys. Heute, 5 Jahre später stehe ich vor einer Herausforderung die Tatendrang und Disziplin braucht. Ich hatte bei einem Tanzauftritt vor dem Publikum Ende Dezember 2025 mein vorderes Kreuzband gerissen und wurde anfangs Januar 2026 operiert. Da es meine erste Operation war, hatte ich wahnsinnig angst davor. Aber das ist eine andere Geschichte. Ihr wisst ja, mich inspirieren Zitate. Dieses Zitat oben bezieht sich auf meine momentane Situation. Wenn ich wieder tanzen, Pole Dance und Aerial Hoop ausüben möchte, kann ich nicht auf die Motivation warten. Es braucht Tatendrang, eine Menge Disziplin und Geduld bei einer solchen schwereren Verletzung. Ich muss täglich meine Übungen absolvieren und muss wieder lernen, wie man schön und richtig geht/spaziert. Bevor mein Unfall passiert ist, meinte jemand aus meinem Umfeld mit viel Humor, ich watschele in letzter Zeit ein bisschen wie ein Entchen 🦆😉. Keine Sorge, ich arbeite dran, bald gehe ich schöner denn je, und die Person wird Augen machen 😉✨.

Wer mich aber kennt, weiss das ich eigentlich fast nie von „Aussen“ einen Kick brauche, um mich selbst zu motivieren. Zurzeit verspüre ich eine enorme Motivation in mir um wieder „back in track“ zu kommen. Ich mache täglich meine Spaziergänge mit meinen neuen blauen Gehstock-Freunden, ich mache 2x täglich meine Übungen und sogar ein Mini-Workout liegt drin, welches mir mein Physio erlaubt hat. 😉 Diesen Absatz hier habe ich aus meinem Blog vor 5 Jahren kopiert: „Ich werde oft gefragt, warum ich oft so motiviert und diszipliniert bin? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Vielleicht ist das meine Grundeinstellung, vielleicht wurde es mir als Geschenk in die Wiege gelegt oder ich tue einfach Dinge, die mir Freude bereiten. Und ich behaupte, es ist der letzte Punkt.“ Und genau nach diesem Motto lebe ich auch noch nach 5 Jahren. 😊 Manchmal ändern sich Dinge nicht und manchmal schon. Physioübungen gehören nicht gerade zu meinem Hobby, aber meine Motivation ist es, stärker und besser zurückzukehren als vor meinem Unfall. Ich würde aber niemals von anderen Personen erwarten, dass sie die gleiche Haltung haben wie ich, wir Menschen sind verschieden und es gibt verschiedene Ansätze mit solchen Situationen klarzukommen.

Mein Körper macht nun eine Tanzpause, die Leidenschaft aber nicht. 😉 Vor ein paar Monaten habe ich mit jemanden darüber gesprochen, wie schlimm es für mich wäre, wenn ich nicht länger nicht mehr tanzen könnte. Erst vor anderthalb Jahren habe ich mit Pole Dance begonnen und vor sechs Monaten habe ich Aerial Hoop entdeckt. Der Gedanke, all diese Dinge für längere Zeit nicht mehr ausüben zu dürfen, hatte mir damals Angst gemacht und hätte mich sehr traurig gestimmt. Dann kam dieser unerwartete Moment im Dezember 2025 mit dem Unfall und auch noch vor einem Publikum, wo ich noch nicht wusste, doch vermutete, dass ich meine Leidenschaften länger nicht mehr machen darf. Genau in einem Moment, wo alles gut zu laufen schien und ich persönliche Erfolge feiern konnte. Ein bis zwei Tage vor meiner OP brach ich in Tränen aus, ich hatte wirklich das heulende Elend. Ich hatte Angst vor der OP, ich hatte Ängste wie die nächsten Monate ohne meine Hobbys sein werden. Die Gedanken kreisten und wollten nicht mehr aufhören und an Motivation war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken.

Nun, mein Knie, mein Physiotherapeut und die Ärzte geben mir den Takt vor wann ich wieder mit meinen Leidenschaften beginnen darf, etwas ganz Neues für mich, etwas das ich teilweise selbst steuern kann, aber leider auch nicht zu 100%. Natürlich stehe ich mit meiner Verletzung erst am Anfang, das ist mir klar. Ich verspüre aber diese Motivation in mir und freue mich momentan über jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung und hoffe, dass es so bleibt. Klar, es gibt es Tage, wo das Knie mehr schmerzt, die Streckung schlechter ist als am Vortag und alles etwas mühsamer ist. Ich freue mich, aber wenn ich das erste Mal im Gym (bin sonst absolut kein Gym-Liebhaber 😉) meine Mukis trainieren darf, wenn ich wieder joggen darf (gehört auch nicht zu meiner Leidenschaft 😉) und ich Radfahren darf (auch das finde ich nicht ausserordentlich sexy 😉). Sobald ich mich wieder mehr bewegen darf, den Kopf frei bekommen kann und meine Energie loswerden kann. 😉. Natürlich freue ich mich auch wieder, wenn ich mit meiner geliebten Vespa „Lady Sparkle“ cruisen kann. Genau diese Dinge motivieren mich, das ich mit all den Dingen versuchen kann, in die richtige Richtung zu gehen um dann wieder „back on track“ zu sein. Bis dahin sind Tatendrang, Disziplin und Fleiss meine treuen Begleiter.

Wie habt Ihr das mit der Motivation? Lasst Ihr Euch in solchen Momenten fallen für einen Moment oder geht Ihr wie ich in die Kampfposition? 😊

In dem Sinn wünsche ich Euch von Herzen, dass ihr für Eure Leidenschaften immer genug Kraft, Freude und Motivation findet.

Eure Nana 😊

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Feiern statt vergleichen

 Es gibt keinen Wettbewerb zwischen der Sonne und dem Mond (Autor unbekannt)

Zum Thema „feiern statt vergleichen“ mache ich mir schon seit einigen Monaten Gedanken. Durch meinen Unfall am Knie und meiner Zwangspause bin ich gedanklich wieder etwas kreativer und komme wieder einmal zum Schreiben 😊.

Das oben aufgeführte Zitat inspiriert mich sehr. Wir Menschen neigen dazu uns zu vergleichen und verspüren oft Neid. Neid oder anderen nichts zu gönnen, passiert meistens in den Momenten, wo man mit sich und der Umwelt unzufrieden ist. Ist man im Einklang mit sich selbst, gönnt man seinem Umfeld vieles, unabhängig davon, ob man ein Hobby grossartig findet oder nicht. Man freut sich einfach für die anderen.

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass dieses Problem häufiger bei Frauen auftritt. Nein, ich habe keine Statistik dazu, das ist einfach mein Bauchgefühl. Verurteilt mich jetzt aber bitte nicht, dass ich einseitig denke, es sind Erfahrungen und Erlebnisse, die mich so denken lassen. In einer Zeit, in der Feminismus und Solidarität (seit Corona) überall grossgeschrieben werden, ist Neid und Missgunst leider immer noch allgegenwärtig, oft sogar von Personen, die genau mit diesen Worten provozieren und polarisieren und von sich selbst behaupten, wie sozial sie sind. Ich sehe das so, man kann einen Apfel schliesslich auch nicht mit einer Birne und die Sonne nicht mit dem Mond vergleichen. Wäre es nicht wertvoller zusammenzuhalten, als anderen nichts zu gönnen und sich gemeinsam zu supporten und unterstützen? Ich bin einverstanden, dass man nicht alles toll und super finden muss, aber gerade in einer kleinen Szene sollte das doch möglich sein? Wenn man an einem Wettbewerb teilnimmt, steht man automatisch mit anderen Teilnehmenden im direkten Konkurrenzkampf, was auch gut ist und so sein soll, weil man ja gewinnen will und beweisen will, was man kann. Zeigt es aber nicht von Stärke, wenn man der anderen Person den Sieg gönnt? Das Leben ist ebenfalls ein stetiger Wettbewerb und ein Konkurrenzkampf, warum also nicht auch hier, sich für die Person und ihre gute sportliche Leistung, ihre Kreativität, ihr gemaltes Bild, ihr schöne Frisur, ihre guten Ideen und Erfolge einfach freuen. Es tut nicht weh und es kostet nichts 😉.

Ich bin ein Mensch der gerne ehrliche Komplimente ausspricht, auch wenn die Person vielleicht in irgendeiner Weise in meiner Konkurrenz stehen könnte. Ich freue mich über schöne Posts auf Instagram, Whatsapp und kommentiere oder like gerne Dinge, die mir gefallen, um der Person gegenüber meiner Wertschätzung zu zeigen, weil ich das will und ehrlich meine. Ich mache Frauen, Männer und in between gerne auch ausserhalb von SocialMedia ehrliche Komplimente und freue mich über Erfolge, ihre Talente und ihre Kreativität. Warum? Weil ich aufgehört habe mich mit anderen zur vergleichen, weil ich mit mir (auch nicht immer, das ist normal) im Einklang bin. Ich muss sehr ehrlich zugeben, bei manchen Menschen, die Neid ausstrahlen, spare ich mir mittlerweile Komplimente. Mein Moto: „Wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück 😉.“ Ich feire auf jeden Fall Menschen, die sich für andere freuen können 😊.

Dieser Blog ist vielleicht auch etwas provozierend, mag sein😉. Ich glaube fest daran, dass wir Grossartiges gemeinsam erreichen könnten, wenn wir einander wirklich unterstützen würden, in dem wir uns gegenseitig supporten. Es ist völlig in Ordnung, normal und menschlich, dass nicht alle einen super finden oder unterstützen, das möchte ich hier mit meinem Blog auch nicht vermitteln. Man muss und soll nicht jeden und alles mögen, absolut nicht. Aber manchmal könnte es durchaus mehr Wertschätzung und Freude füreinander geben 😉.

Wie denkst Du über dieses Thema? Was hat dieser Blog in Dir ausgelöst?

In dem Sinn wünsche ich Euch das Eure Erfolge, Talente und Kreativität von einigen Menschen gefeiert werden 😊.

Eure Nana 😊

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