Autor: nana

Stolz auf sich sein

Stolz auf sich zu sein beginnt dort, wo man aufhört, sich ständig klein zureden. (Autor unbekannt)

Inspiriert von diesem Zitat führte mich dazu, diesen Blog zu verfassen. Ich habe bereits mehrmals erwähnt, wenn ich in der Reha-Phase bin, werde ich mich wohl noch mehr reflektieren und tatada, hier sind weitere Gedanken, erlebtes und gefühltes entstanden. 😊

Vor einigen Wochen war ich das erste Mal so richtig verdammt stolz auf mich. Ich weiss hört sich jetzt seltsam an, aber ich kann besser anderen Menschen Komplimenten machen als mir selbst. 😉 Es ist nicht so, dass ich mich in der Vergangenheit nicht gelobt oder mir selbst auf die Schulter geklopft hätte, wenn ich etwas aus meiner Sicht geschafft oder gut gemacht habe. Dieses Eigenlob war immer mit einem „ABER“ verbunden, nicht mit dem simplen Satz „ich bin verdammt stolz auf mich“. Ich denke der Satz „ich bin stolz auf mich“, ist manchmal genauso schwierig auszusprechen, wie der Satz „ich liebe/mag Dich sehr.“😉 Wie einleitend erwähnt, bin ich jemand, der anderen gerne ehrliche und gutgemeinte Komplimente macht, aber bei „me, myself and I“ bin ich sehr zurückhaltend, was das verdammte Eigenlob angeht. 😉

Soll ich Euch verraten auf was ich stolz bin? Ich befinde mich aktuell in der Reha-Phase meiner Kreuzband-OP. Und vor einigen Wochen kam dieses Gefühl auf, mit Freudetränen in den Augen „ich bin verdammt stolz auf mich“. Da begriff ich, dass ich wirklich das erste Mal ohne Wenn und Aber stolz auf mich bin. Stolz auf meinen Willen, meine Disziplin und nicht zu vergessen und das Wichtigste für mich, was ich bisher auf dieser Reise hier hingeschafft habe und vor allem das ich zu mir selbst sagen konnte, dass ich stolz auf mich bin. Ich darf wagen zu behaupten, wer noch nie eine solche Phase durchgemacht hat, weiss auch nicht was es bedeutet all diese Dinge, die man vorher von Herzen gerne gemacht hat, für eine ganze Weile nicht mehr tun kann. Manchmal bricht es einem fast das Herz, wenn man sieht, das andere mit einer Selbstverständlichkeit alle ihre Hobbys ausführen können, während man selbst jeden Tag kämpft, um zu versuchen wieder dort zurückzukehren, wo man vorher war. Ganz ehrlich, auch ich habe am Anfang diese Kreuzband-Geschichte unterschätzt. Nichtsdestotrotz macht mich das persönlich sehr stolz das ich jeden Tag mit Geduld, Tränen, Schweiss und harter Arbeit versuche mein Bestes zu geben. Ich weiss auch, dass die Reise zurück zu meinen Hobbys noch eine Weile dauern wird. Hätte man mir vor Monaten gesagt, dass ich so lange mein Hobby nicht ausüben darf, hätte ich es für unmöglich gehalten, dass ich dies so gut aushalten kann – also ein weiterer Punkt, der mich sehr stolz macht.

Es gibt viele Menschen, die es nicht schaffen, Dir zu sagen, dass Du etwas gut kannst, dass etwas hervorragend aussieht oder dass sie stolz auf Dich sind, und sie können Deinen Erfolg nicht mitfeiern. Sei es aus eigenem Stolz, aus Neid oder weil sie gerade etwas an Dir stört. Wenn Du die Personen einmal nach ihrer Meinung fragst und eine ausweichende Antwort kommt, liegt es nicht an Dir sondern aus meiner Sicht brauchen diese Menschen selbst am meisten Lob, Anerkennung und gute Worte. Doch aus irgendeinem Grund fällt es ihnen schwer, anderen zu zeigen, wie ausgezeichnet sie etwas finden oder ehrliche Freude für jemanden zu empfinden können. Vielleicht weil sie sich mehr Aufmerksamkeit und Lob wünschen? Aber ist es immer wichtig von anderen zu hören, dass man etwas gut kann, dass man ständig Lob von anderen braucht, um selbst zu glauben, dass das, was man getan hat, gut ist?

Ich finde, es sehr schön, wenn man sich selbst gut findet ohne das Lob eines Lehrers, Vorgesetzten oder Trainer oder einer gut befreundeten Person zu erhalten. Ich will damit nicht sagen, dass man keine Komplimente mehr machen oder erhalten darf. Ich finde das etwas sehr Schönes und Wundervolles und werde dies, wenn es für stimmig ist, auch weiterhin tun und anderen Freude bereiten. Es gibt aber auch immer wieder Mitmenschen, die Dich loben, weil sie Dich vielleicht nicht enttäuschen wollen, gut befreundet sind mit Dir und sich nicht wagen „nichts“ zu sagen oder Dich aufmuntern wollen. Es gibt aber auch Menschen, die es so empfinden und die Worte „echt“ sind.

Aber es nicht das schönste Geschenk wenn Du Dich selbst loben kannst und stolz auf Dich, Deine Arbeit und Deine Erfolge sein kannst? Dieses Gefühl vor ein paar Wochen war so schön, ich kannte es vorher nie in dieser Stärke. Kein Wenn und Aber, keine Zweifel. Nur ich und dieser ausserordentliche Stolz auf mich selbst. 😊

Warst Du schon stolz auf Dich ohne die Wörtchen Wenn und Aber und kannst Du anderen Menschen sagen, wenn Du was grossartig findest, was sie tun? In dem Sinn wünsche ich Dir das Du Beides kannst, denn irgendwie ist es eine wunderbare Kunst. 😊

Eure Nana 😊

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Wenn Druck Gegendruck auslöst

Was erzwungen wird, gerät aus dem Gleichgewicht (Autor unbekannt)

Ich habe Euch im letzten Blog bereits gewarnt, das ich während meiner Reha-Phase neue Ideen für Blogs entstehen. Da Ihr wisst, dass ich mich immer selbst reflektiere, passiert das auch automatisch in meiner Reha-Phase. 😉 Und so ist auch dieser Blog entstanden.

Das Zitat passt gut zu meinen letzten Erfahrungen in der Reha. Wenn zu viel erzwungen wird, gerät alles aus dem Gleichgewicht. Diese sagen wir „etwas“ schmerhafte Erfahrung musste ich leider machen, um zu begreifen, dass ich auch in meiner Vergangenheit so funktioniert habe und nun hoffentlich daraus lerne. Drückt mir die Daumen. 😉

Wer mich kennt weiss das ich eine motivierte, sehr disziplinierte und manche nennen es auch „verbissene“ Persönlichkeit bin. Ich bin eine Person, die gerne an das Ziel gelangen möchte, das ich mir auch vorgenommen habe. Ich würde mich nicht als Perfektionistin einstufen, aber ich habe fast immer das Durchhaltevermögen dorthin zu gelangen, wo ich möchte, auch wenn es Mal wieder länger dauert. 😉 Zu diesem Thema dann etwas später hier im Blog. 😉

Meine Reha verlief bis zur 5. Woche eigentlich gar nicht so schlecht. Bis der Tag kam als ich die Treppe runtergerutscht bin und es mich mindestens zwei Wochen in der Reha zurückgeworfen hat. Zum Glück ist dem Kreuzband und sonst auch nichts passiert, aber ich habe mir in der Kniekehle eine Zerrung geholt. Wer bereits Mal eine Kreuzband-OP hatte, weiss das die komplette Streckung des Knies sehr wichtig ist. Tja, nach dem Sturz war meine Streckung wieder futsch und ich musste fast wieder von vorne beginnen und tat das ich am Anfang sanft und langsam. Irgendwann als die Schmerzen dann nachliessen, verliess mich die auch die Geduld (übrigens auch ein Blogthema wert 😉.) Ich hatte „wortwörtlich“ auf Biegen und Brechen die Motivation das Knie nun in diese Null-Streckung zu bringen, und zwar mit Allen möglichen Variationen, Tag- und Nacht. Ich war sehr hart und streng und auch wütend auf mich, obwohl der Treppensturz kein Fehler meinerseits war, sondern die Treppe einfach rutschig war. Mit allen Mitteln habe ich versucht dieses Knie in die Streckung zu bringen. Was gelang mir? Alles, was ich damit erzeugte, war Gegendruck, und zwar massiv, so massiv, dass die Streckung stehen geblieben ist. Das hat mich echt wachgerüttelt, weil ich doch irgendwann wieder zu meinen Hobbys zurückkehren möchte, anstatt mir selbst zu schaden. Druck erzeugt Gegendruck. Von heute auf Morgen musste ich mir eine andere Strategie aneignen, und glaubt mir das war hart für eine Person wie mich. Ich musste mich selbst stoppen, damit alles wieder ins Gleichgewicht kommt. Noch jetzt ist meine Streckung leider nicht perfekt, aber ich muss versuchen, dieses Gleichgewicht zu halten, das Vertrauen in mich, mein Knie, meine Ärzte und Physios zu behalten, dass ich wieder alle meine Hobbys ausüben kann. Manchmal fällt es mir leicht und ich feiere meine Fortschritte und dann gibt es Tage der Verzweiflung und voller Tränen, dass es vielleicht nie mehr so sein wird wie vorher, aber auch dieses Thema wäre Mal ein eigener Blog-Beitrag wert. 😊

Was hat das aber nun mit meiner Vergangenheit zu tun? Ich habe mir, auch wenn es mir nicht bewusst war, immer wieder Druck gemacht, dass ich dies oder jenes schon können, machen oder sein muss, wie ich mir das vorstelle. Ich erzeugte oft das Gegenteil und bemerkte nicht wirklich, sondern sah das als „eine Art Versagen“ oder was auch immer an. Das kam im Pole-Dance, beim Aerial-Hoop, beim Burlesque und auch im Tanzen und in anderen Bereichen in meinem Leben (gehe nicht näher darauf ein) vor. Mit meinem Druck im Kopf, erzeugte ich oft Gegendruck und der Kopf war oft nicht frei und erzeugte das Gegenteil. Ich weiss aber auch (das habe ich bereits oben erwähnt), dass ich ein Mensch bin, der immer für alles länger braucht als andere, warum das so ist, kann ich nicht beantworten. Ich habe das inzwischen akzeptiert und hinterfrage diese Eigenschaft nicht. 😉 Wenn ich dann aber etwas endlich beherrsche, ist es am Schluss nachhaltig und ich bin stolz auf mich. Genau diese Eigenschaft habe ich in der Reha auch schätzen gelernt. Du bist zwar langsamer als andere, kommst aber trotzdem an dein Ziel. Diese Kombination von Akzeptanz und Gleichgewicht hilft mir momentan sehr. Tja, manchmal muss man fallen, um die Dinge anders zu betrachten. Ich habe auch in der Reha gelernt, einfach die Beine Mal hochzulegen (was auch ein Muss ist in der Reha – hochlagern 😉) und einfach nichts zu tun. Manchmal lese ich etwas, manchmal höre ich Musik, manchmal nichts von Allem und habe herausgefunden, dass ich nicht immer „MUSS“ sondern auch darf und Dinge dann halten warten können. Auch hier erhoffe ich mir, dass ich diese Eigenschaft beibehalten kann. 😉 In meinem Umfeld schneiden sich die Meinungen zu diesem Thema. 😉 Vielleicht werde ich jetzt doch etwas ruhiger? 😉

Wo erzeugt Ihr Druck oder schafft Ihr es früh genug zu merken, wenn Ihr Euch gegenüber zu grossen Druck ausübt?

Ich wünsche Euch ein gesundes Gleichgewicht und die nötige Balance in Eurem Alltag. 😊

Eure Nana 😊

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Dankbarkeit mit etwas Geduld

Die grösste Kraft des Menschen ist die Geduld (Leo Tolstoi)

Wie immer beginnt mein Blog mit einem Zitat. Mit einem Zitat, was ein Wort enthält, welches ich kaum mit „mir selbst“ habe – Geduld 😉. In den nächsten Monaten wird mich dieses Wort immer begleiten und herausfordern – Herausforderung angenommen. 😉

Was haben aber Dankbarkeit und Geduld gemeinsam? Das werde ich Euch nun gerne aus meiner Sicht erzählen.

Früher in „jüngeren“ Jahren stand die Optik für mich an erster Stelle. Dank meines mangelnden Selbstvertrauens damals, fand ich mich nie schön genug, fand meinen Körper zu unförmig, fand mich nicht weiblich genug. Das änderte sich zum Glück, als ich mit Burlesque-Dance anfing. Ich möchte aber hier nicht über Selbstvertrauen und mein Hobby schreiben (dazu gibt es bereits Blogs von mir). Es geht mir mehr um den Vergleich. In jungen Jahren war ich nicht dankbar für meinen funktionierenden Körper und beschwerte mich über mein Aussehen. Heute bin ich stolz, was mein Körper bisher alles im Tanzen, Pole-Sport wie auch beim Aerial Hoop mit 45 Jahren leistet. Ich musste bewusst lernen meinen Körper zu lieben.

Für manche Menschen mag das seltsam klingen, weil solche „Aktivitäten“ wie Pole-Dance und Aerial Hoop für sie vielleicht eher selbstverständlich sind. Für mich waren sie das nie. Alles, was ich dafür gebraucht habe, war Kraft, Energie, mentale Stärke und es war für mich keineswegs einfach und wurde mir auch nicht als Talent in die Wiege gelegt. 😉 Ich spreche bewusst in der Vergangenheit, weil ich mich gerade in der Anfangsphase nach meiner Reha-OP (vorderes Kreuzband) befinde. Im Moment ist vieles langsamer, mühsamer, und braucht genau so viel Geduld, Energie, Kraft und mentale Stärke wie im Ring oder an der Stange. Selbst Tanz und Bewegung sehe ich heute aus ganz anderen Augen, nicht mehr in den Augen der Selbstverständlichkeit. Ich hoffe, ich werde geduldiger, aber auch dankbar wie bisher, zurückkehren.

In meiner ersten Phase der Reha geht es darum, das Bein wieder komplett zu strecken, gehen zu lernen, Treppen hinunterzugehen, Treppen hinaufzusteigen, Dinge, die vorher ohne Probleme im Alltag bei mir funktioniert haben, funktionieren nun nicht mehr und/oder muss ich wieder trainieren oder erlernen. Ich muss 10x überlegen, wie komme ich in der aktuellen Situation an mein Ziel. 5 Schritte vorwärts und dann wieder zurück auf Feld 1 mit Tränen weil es kräftezerrend sein kann, so fühlt es sich manchmal an. Ich möchte hier aber nicht ein Reha-Bericht schreiben. 😉 Rückblickend ist für mich aber gar nichts mehr selbstverständlich. Wir tun Dinge im Leben oft mit einer puren Selbstverständlichkeit.

Deshalb bin ich auch ein bisschen stolz auf mich, dass ich in den letzten Jahren meinem Körper gegenüber dankbar war, was er leistet oder geleistet hat. Wenn ich mir vorstelle, dass ich im Dezember noch an der Stange hing, im Ring geschwungen bin und getanzt habe und jetzt wieder laufen lernen muss, dann wird mir bewusst, alles, was ich vorher gemacht habe, ist keine Selbstverständlichkeit. Im Moment bin ich nur dankbar für alles, was „wieder“ irgendwie funktioniert. Es ist spannend diese Entwicklung zu erleben. Etwas, das gestern noch kaum ging, funktioniert plötzlich wieder. Es ist nicht selbstverständlich, es ist Dankbarkeit und natürlich Freude.

Ich habe gelesen, dass man nach einer Kreuzband-OP nicht mehr so zurückkehrt wie vorher. Das kann ich mir gut vorstellen. Nach so einer OP kämpft nicht nur der Körper, sondern das Mentale ist genauso massgebend für die Genesung. Ich habe das Gefühl, dass ich bereits einiges über mich gelernt habe und gewisse Dinge im Leben anders betrachte. Ich bin mir sicher, dass ich in der ganzen Reha-Phase mich noch viel mehr selbst reflektieren werde. 😉 Wer mich gut kennt, weiss das ich immer aus irgendeinem Erlebnis etwas daraus lerne und mich analysiere. Ich werde Euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten, bestimmt mit einem neuen Blog. 😉

Wofür seid Ihr dankbar?

Ich wünsche Euch ganz viele Momente, wo ihr zurückblickt und sagt, merci kann und darf ich das 😊. Was auch immer das für Euch ist. 😊

Eure Nana 😊

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Tatendrang und Disziplin

Wer ständig auf Motivation wartet, wird nie anfangen. (Autor unbekannt)

Ich habe bereits vor 5 Jahren einen Blog über Selbstmotivation geschrieben. Im damaligen Blog ging es um die Selbstmotivation bei alltäglichen Dingen und meinen Hobbys. Heute, 5 Jahre später stehe ich vor einer Herausforderung die Tatendrang und Disziplin braucht. Ich hatte bei einem Tanzauftritt vor dem Publikum Ende Dezember 2025 mein vorderes Kreuzband gerissen und wurde anfangs Januar 2026 operiert. Da es meine erste Operation war, hatte ich wahnsinnig angst davor. Aber das ist eine andere Geschichte. Ihr wisst ja, mich inspirieren Zitate. Dieses Zitat oben bezieht sich auf meine momentane Situation. Wenn ich wieder tanzen, Pole Dance und Aerial Hoop ausüben möchte, kann ich nicht auf die Motivation warten. Es braucht Tatendrang, eine Menge Disziplin und Geduld bei einer solchen schwereren Verletzung. Ich muss täglich meine Übungen absolvieren und muss wieder lernen, wie man schön und richtig geht/spaziert. Bevor mein Unfall passiert ist, meinte jemand aus meinem Umfeld mit viel Humor, ich watschele in letzter Zeit ein bisschen wie ein Entchen 🦆😉. Keine Sorge, ich arbeite dran, bald gehe ich schöner denn je, und die Person wird Augen machen 😉✨.

Wer mich aber kennt, weiss das ich eigentlich fast nie von „Aussen“ einen Kick brauche, um mich selbst zu motivieren. Zurzeit verspüre ich eine enorme Motivation in mir um wieder „back in track“ zu kommen. Ich mache täglich meine Spaziergänge mit meinen neuen blauen Gehstock-Freunden, ich mache 2x täglich meine Übungen und sogar ein Mini-Workout liegt drin, welches mir mein Physio erlaubt hat. 😉 Diesen Absatz hier habe ich aus meinem Blog vor 5 Jahren kopiert: „Ich werde oft gefragt, warum ich oft so motiviert und diszipliniert bin? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Vielleicht ist das meine Grundeinstellung, vielleicht wurde es mir als Geschenk in die Wiege gelegt oder ich tue einfach Dinge, die mir Freude bereiten. Und ich behaupte, es ist der letzte Punkt.“ Und genau nach diesem Motto lebe ich auch noch nach 5 Jahren. 😊 Manchmal ändern sich Dinge nicht und manchmal schon. Physioübungen gehören nicht gerade zu meinem Hobby, aber meine Motivation ist es, stärker und besser zurückzukehren als vor meinem Unfall. Ich würde aber niemals von anderen Personen erwarten, dass sie die gleiche Haltung haben wie ich, wir Menschen sind verschieden und es gibt verschiedene Ansätze mit solchen Situationen klarzukommen.

Mein Körper macht nun eine Tanzpause, die Leidenschaft aber nicht. 😉 Vor ein paar Monaten habe ich mit jemanden darüber gesprochen, wie schlimm es für mich wäre, wenn ich nicht länger nicht mehr tanzen könnte. Erst vor anderthalb Jahren habe ich mit Pole Dance begonnen und vor sechs Monaten habe ich Aerial Hoop entdeckt. Der Gedanke, all diese Dinge für längere Zeit nicht mehr ausüben zu dürfen, hatte mir damals Angst gemacht und hätte mich sehr traurig gestimmt. Dann kam dieser unerwartete Moment im Dezember 2025 mit dem Unfall und auch noch vor einem Publikum, wo ich noch nicht wusste, doch vermutete, dass ich meine Leidenschaften länger nicht mehr machen darf. Genau in einem Moment, wo alles gut zu laufen schien und ich persönliche Erfolge feiern konnte. Ein bis zwei Tage vor meiner OP brach ich in Tränen aus, ich hatte wirklich das heulende Elend. Ich hatte Angst vor der OP, ich hatte Ängste wie die nächsten Monate ohne meine Hobbys sein werden. Die Gedanken kreisten und wollten nicht mehr aufhören und an Motivation war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken.

Nun, mein Knie, mein Physiotherapeut und die Ärzte geben mir den Takt vor wann ich wieder mit meinen Leidenschaften beginnen darf, etwas ganz Neues für mich, etwas das ich teilweise selbst steuern kann, aber leider auch nicht zu 100%. Natürlich stehe ich mit meiner Verletzung erst am Anfang, das ist mir klar. Ich verspüre aber diese Motivation in mir und freue mich momentan über jeden kleinen Schritt in die richtige Richtung und hoffe, dass es so bleibt. Klar, es gibt es Tage, wo das Knie mehr schmerzt, die Streckung schlechter ist als am Vortag und alles etwas mühsamer ist. Ich freue mich, aber wenn ich das erste Mal im Gym (bin sonst absolut kein Gym-Liebhaber 😉) meine Mukis trainieren darf, wenn ich wieder joggen darf (gehört auch nicht zu meiner Leidenschaft 😉) und ich Radfahren darf (auch das finde ich nicht ausserordentlich sexy 😉). Sobald ich mich wieder mehr bewegen darf, den Kopf frei bekommen kann und meine Energie loswerden kann. 😉. Natürlich freue ich mich auch wieder, wenn ich mit meiner geliebten Vespa „Lady Sparkle“ cruisen kann. Genau diese Dinge motivieren mich, das ich mit all den Dingen versuchen kann, in die richtige Richtung zu gehen um dann wieder „back on track“ zu sein. Bis dahin sind Tatendrang, Disziplin und Fleiss meine treuen Begleiter.

Wie habt Ihr das mit der Motivation? Lasst Ihr Euch in solchen Momenten fallen für einen Moment oder geht Ihr wie ich in die Kampfposition? 😊

In dem Sinn wünsche ich Euch von Herzen, dass ihr für Eure Leidenschaften immer genug Kraft, Freude und Motivation findet.

Eure Nana 😊

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Feiern statt vergleichen

 Es gibt keinen Wettbewerb zwischen der Sonne und dem Mond (Autor unbekannt)

Zum Thema „feiern statt vergleichen“ mache ich mir schon seit einigen Monaten Gedanken. Durch meinen Unfall am Knie und meiner Zwangspause bin ich gedanklich wieder etwas kreativer und komme wieder einmal zum Schreiben 😊.

Das oben aufgeführte Zitat inspiriert mich sehr. Wir Menschen neigen dazu uns zu vergleichen und verspüren oft Neid. Neid oder anderen nichts zu gönnen, passiert meistens in den Momenten, wo man mit sich und der Umwelt unzufrieden ist. Ist man im Einklang mit sich selbst, gönnt man seinem Umfeld vieles, unabhängig davon, ob man ein Hobby grossartig findet oder nicht. Man freut sich einfach für die anderen.

Mir ist in den letzten Monaten aufgefallen, dass dieses Problem häufiger bei Frauen auftritt. Nein, ich habe keine Statistik dazu, das ist einfach mein Bauchgefühl. Verurteilt mich jetzt aber bitte nicht, dass ich einseitig denke, es sind Erfahrungen und Erlebnisse, die mich so denken lassen. In einer Zeit, in der Feminismus und Solidarität (seit Corona) überall grossgeschrieben werden, ist Neid und Missgunst leider immer noch allgegenwärtig, oft sogar von Personen, die genau mit diesen Worten provozieren und polarisieren und von sich selbst behaupten, wie sozial sie sind. Ich sehe das so, man kann einen Apfel schliesslich auch nicht mit einer Birne und die Sonne nicht mit dem Mond vergleichen. Wäre es nicht wertvoller zusammenzuhalten, als anderen nichts zu gönnen und sich gemeinsam zu supporten und unterstützen? Ich bin einverstanden, dass man nicht alles toll und super finden muss, aber gerade in einer kleinen Szene sollte das doch möglich sein? Wenn man an einem Wettbewerb teilnimmt, steht man automatisch mit anderen Teilnehmenden im direkten Konkurrenzkampf, was auch gut ist und so sein soll, weil man ja gewinnen will und beweisen will, was man kann. Zeigt es aber nicht von Stärke, wenn man der anderen Person den Sieg gönnt? Das Leben ist ebenfalls ein stetiger Wettbewerb und ein Konkurrenzkampf, warum also nicht auch hier, sich für die Person und ihre gute sportliche Leistung, ihre Kreativität, ihr gemaltes Bild, ihr schöne Frisur, ihre guten Ideen und Erfolge einfach freuen. Es tut nicht weh und es kostet nichts 😉.

Ich bin ein Mensch der gerne ehrliche Komplimente ausspricht, auch wenn die Person vielleicht in irgendeiner Weise in meiner Konkurrenz stehen könnte. Ich freue mich über schöne Posts auf Instagram, Whatsapp und kommentiere oder like gerne Dinge, die mir gefallen, um der Person gegenüber meiner Wertschätzung zu zeigen, weil ich das will und ehrlich meine. Ich mache Frauen, Männer und in between gerne auch ausserhalb von SocialMedia ehrliche Komplimente und freue mich über Erfolge, ihre Talente und ihre Kreativität. Warum? Weil ich aufgehört habe mich mit anderen zur vergleichen, weil ich mit mir (auch nicht immer, das ist normal) im Einklang bin. Ich muss sehr ehrlich zugeben, bei manchen Menschen, die Neid ausstrahlen, spare ich mir mittlerweile Komplimente. Mein Moto: „Wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück 😉.“ Ich feire auf jeden Fall Menschen, die sich für andere freuen können 😊.

Dieser Blog ist vielleicht auch etwas provozierend, mag sein😉. Ich glaube fest daran, dass wir Grossartiges gemeinsam erreichen könnten, wenn wir einander wirklich unterstützen würden, in dem wir uns gegenseitig supporten. Es ist völlig in Ordnung, normal und menschlich, dass nicht alle einen super finden oder unterstützen, das möchte ich hier mit meinem Blog auch nicht vermitteln. Man muss und soll nicht jeden und alles mögen, absolut nicht. Aber manchmal könnte es durchaus mehr Wertschätzung und Freude füreinander geben 😉.

Wie denkst Du über dieses Thema? Was hat dieser Blog in Dir ausgelöst?

In dem Sinn wünsche ich Euch das Eure Erfolge, Talente und Kreativität von einigen Menschen gefeiert werden 😊.

Eure Nana 😊

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Erinnerungen

Menschen vergessen, was Du gesagt hast. Menschen vergessen, was Du getan hast. Aber sie vergessen nie, wie sie sich bei Dir gefühlt haben. (Maja Angelou)

Durch den schönen warmen Sommer (ja ich weiss, einige mögen es nicht so heiss wie ich 😉), die Aare, und den See wurde ich inspiriert, diesen Blog zu schreiben. Wie früher sitze ich hier mit einem Kugelschreiber und meinem Notizbuch und halte meine Gedanken schriftlich fest, während andere Menschen um ich herum den Sommer genauso geniessen wie ich. Zurzeit beschäftigen mich Themen, die sehr persönlich sind und die ich da in diesem Blog nicht erwähnen möchte, mich aber dazu bewegt haben über das Thema Erinnerungen zu schreiben.

Mir gefällt das oben genannte Zitat sehr gut. Ich beziehe mich aber nicht darauf, wie sich andere Menschen in meiner Gegenwart gefühlt haben, sondern wie ICH mich bei Erlebnissen und Abenteuern gefühlt habe. Ich erinnere mich gerne an den Moment, der in mir ein schönes, sicheres und vertrautes Gefühl ausgelöst hat. Für mich sind Erlebnisse und Abenteuer mit Mitmenschen und auch mit mir allein (wie damals in NYC) um Einiges wertvoller als materielle Dinge, die man sich kaufen kann. Auch hier zeigen sich die „kleinen Dinge“ als das, was das Leben, lebenswert macht. Ich liebe Sätze die mit „Weisch no“ beginnen. Ich liebe Erlebnisse, die nicht so geplant waren, sondern spontan aus dem Moment entstanden sind und mich glücklich gemacht haben. Ich lasse mich einfach gerne von einer Situation überraschen. Das sind Erinnerungen, die mir besonders im Herzen bleiben.

Im Leben geht es nicht darum, Dinge zu teilen, sondern Erinnerungen zu schaffen. Wie ihr merkt, ist dieser Blog wieder einmal sehr persönlich und deshalb möchte ich aus nicht verpassen, meinem nahen Umfeld danke zu sagen (falls ihre diese Zeilen lest 😉) dass sie ein Teil davon sind.

Ich bin kein Mensch, der in der Vergangenheit lebt. Ich weiss meine Sätze hier im Blog beissen sich jetzt, da ich ja von Erinnerungen und der Vergangenheit schreibe 😉. Nun sind Erlebnisse individuell bewertbar, egal in welcher Form auch immer, man lernt immer dazu und bleibt nicht stehen. Da ich eine Realistin bin, bin ich mir auch bewusst, dass ein Erlebnis, ein Abenteuer und ein Moment nicht wiederholbar ist. Ich versuche meinem Motto „schaffe Erinnerungen, versuche Deine Träume und Wünsche wahr werden zu lassen und behalte das schöne Gefühl im Herzen“ treu zu bleiben.

Denkst Du oft darüber nach, was Dir ein unvergessliches Gefühl geschenkt hat?

In dem Sinn wünsche ich Euch, dass Ihr viele Erinnerungen kreieren könnt und später noch wisst, wie sich dieser Moment angefühlt hat.

Eure Nana 😊

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Mentale Stärke und Pole-Dance

Wer nach aussen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht C.G. Jung

Dieses Zitat spricht mich sehr an. Ich bin eine Träumerin aber mit klarem Blick einer Realistin und ich bin ein Mensch, der sich gerne selbstreflektiert. Wie Ihr aus meinen früheren Blogs gelesen habt, hatte ich nicht immer ein gesundes Selbstvertrauen, aber ich fand den Weg dorthin mit meiner Leidenschaft Burlesque. Doch heute geht es in diesem Blog nicht um Burlesque (ausnahmsweise) 😉 sondern und um Pole-Dance und wie diese Tanzform mir noch einmal ein ganz anderes Selbstbewusstsein geschenkt hat.

Ende August 2024 habe ich mit meiner Burly-Sister Ginny Frisky einen Schnupperkurs in Pole-Dance besucht. Es war nicht unsere erste Schnupperstunde. Im Jahr 2021 haben wir einige Dinge ausprobiert und damals unter anderem auch einmal Pole-Dance. Damals hat mich diese Tanzform nicht ganz so am Ärmel gepackt, aber sie ging mir nie komplett aus dem Kopf, wie noch so oft. Es war wohl damals noch nicht der richtige Zeitpunkt. Im September 2024 hat es mich dann gepackt und ich habe anfangs unregelmässig (aufgrund von anderen Terminen) Stunden besucht und ab Januar 2025 konnte ich dann regelmässig teilnehmen. Aller Anfang ist verdammt hart und schwer, so habe ich mir nie das nie vorgestellt. Im Februar/März verliess mich dann der Mut und die Geduld für Pole-Dance. Ich wollte aufgeben. Ich hatte gefühlt, das Gefühl das die anderen Teilnehmenden um mich herum viel schneller die Tricks, die Flows und Figuren lernten als ich. Ich war wütend auf mich, mir fehlte die Kraft und natürlich die Geduld. Ich weiss das ich ein Mensch bin, der immer etwas länger braucht als andere, damit mir Dinge gelingen. Ich wusste auch, dass meine Muskulatur aufgrund meiner hormonellen Geschichte, nicht genau so funktioniert, wie bei einer Frau in meinem Alter. Das alles hat mich ziemlich zermürbt.

Aber aufgeben ist irgendwie nie eine Option bei mir, vor allem wen mein Herz für etwas brennt 😉. Also habe ich an meinem Mindset gearbeitet, selbstständig und ohne Ratschläge von irgendwelchen Life-Coaches. Ich bin etwas skeptisch gegenüber Life-Coaches (es gibt zu viele, die wissen wollen, was Dir guttut). Nehmt mir diese Aussage nicht zu übel – da stecken persönliche Erkenntnisse und Erfahrungen dahinter 😉. Aber „I gheie nid aui i glich Topf“ wie man so schön in Berndeutsch sagt 😉. Nun zurück zum Thema „Mindset“. Ich habe begonnen, mir vor der Stunde zu visualisieren, was ich „heute“ alles erreichen und durchziehen werde und was ich mir gelingen soll. Ab diesem Zeitpunkt ging es immer wie besser und einige Dinge klappten dann, und andere eben noch nicht. It’s all about the mindset 😉. Ich bin noch weit davon entfernt, dass meine Bewegungen elegant, schön oder perfekt aussehen, aber ich bin stolz, dass mir bereits kleine Dinge gelingen. Kleine Schritte sind auch Schritte, oder? Ich bin stolz und dankbar auf/für meinen Körper, dass er mit 45 Jahren und meiner hormonellen Geschichte so viel leistet. Einen grossen Dank geht auch an das Pole-Dance Studio Spinup und die herzlichen Trainierinnen, es macht echt Spass und man fühlt sich dort von der ersten Stunde an geborgen.

Es geht in unserer Gesellschaft oft nur um die „äusserliche Erscheinung des Körpers“. Das sogenannte Ideal, wie man aussehen sollte, ist wieder zum Leben erweckt worden, aber das ist ein anderes Thema 😉. Die innere Stärke, die man entwickelt (wie ich im Pole-Dance), und damit meine ich nicht die tiefe Muskulatur des Körpers, sondern die Belastbarkeit, die Geduld, die innere Ruhe und die Stabilität. Diese Stärke entdeckt man nur in sich selbst und sieht man von Aussen nicht immer. Innere Stärke fördert das Selbstbewusstsein und lässt uns aber nach Aussen strahlen.

Pole-Dance hat mich gelernt, geduldiger mit mir selbst zu werden, ja ich weiss das glaubt man mir kaum, ist aber so 😉. Ich bin nicht der geduldigste Mensch, doch Pole-Dance hat mir dabei geholfen. Seit ich diesen Unterricht besuche bereite ich mich auch wieder mehr mental auf Herausforderungen vor und gehe Dinge ruhiger und gelassener an. Ich habe auch gelernt, wieder mehr „Nein“ zu sagen, wenn eine Situation für mich nicht einstimmig ist. Man kann das nun als egoistisch bezeichnen, oder man kann das auch als „sich selbst gut behandeln“ nennen. Nicht nur geben, auch nehmen heisst manchmal das Zauberwort.

Fazit: Burlesque hat mein äusseres Selbstbewusstsein gestärkt und Pole-Dance meine innere Stärke! Was für eine grosssartige Kombination 😊. Wer weiss, was mich als nächstes fasziniert und verborgene Seiten in mir aufzeigt 😉.

Wie hat Euch bisher ein Hobby oder eine Leidenschaft mental verändert? Ich bin gespannt auf Eure Geschichten. In dem Sinn wünsche ich Euch auf jeden Fall den Mut neue Dinge auszuprobieren, um den Horizont wieder etwas zu erweitern.

Eure Nana 😊

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Kopie – oder sei einfach Du selbst!

Sei, Du selbst – alle anderen sind schon vergeben (Oscar Wilde)

Es ist eine Weile her, dass ich meinen letzten Blog geschrieben habe. Ich kann nicht auf Knopfdruck kreativ sein 😉. Ich lasse mich immer von Themen inspirieren, welche mich bewegen oder aus meinem Alltag stammen.

Inspiration, das ist mein Zauberwort. Das oben aufgeführte Zitat mag ich sehr und das Thema „Kopie“ lässt mich seit einiger Zeit nicht los. Sei es im Berufsleben, Privat oder bei meinem Hobby 😉. Wer mich länger und gut kennt, weiss dass ich das Wort „Vorbild“ nicht mag. Das Wort „Vorbild“ bedeutet für mich persönlich, wie ich sein könnte, wie jemand, den ich bewundere. Es wirkt auf mich, dass ich eine Kopie von jemanden bin, der mir was vorlebt und quasi vor mir ist 😉. Wenn ich mir also eine Person als Vorbild nehmen würde, dann bin ich das ja nicht mehr ICH selbst und wirke aus meiner Sicht nicht authentisch, sondern bin das Abbild von dieser Person, welche ich nie sein werde und möchte. Versteht Ihr, was ich damit meine?

Ich mag aber das Wort „Inspiration“ sehr 😊. Ich lasse mich gerne von Menschen, Situationen, Ländern, Shows, Serien und auch Kinofilmen 😉 inspirieren. Ich kann mir Elemente, Aspekte, Werte „herauspicken“, sie auf mich abändern, auf mich wirken lassen, ohne dass ich die Kopie des anderen Menschen werde.

Früher in der Jugend- wie auch meiner jungen Erwachsenenzeit wollte ich immer, wie bestimmte Menschen aussehen oder sein. Aus meiner Sicht hängt das sehr stark mit dem Selbstwertgefühl und dem eigenen Selbstbewusstsein zusammen. Mit fast 45 Jahren möchte ich nicht mehr aussehen, mich bewegen, tanzen, mich präsentieren oder so sein wie eine andere Person, auch wenn sie mich inspiriert. Ich möchte mich sein 😉. Gerade in meinem Hobby „Burlesque“ ist dieser Punkt sehr wichtig. Bei dieser Tanzform geht es um die eigene Geschichte, (Storytelling 😉) die man auf der Bühne erzählt. Versucht man Bewegungen, eine neckische Art, einen Blick, die Mimik von einer Person zu kopieren, kann das sehr schnell nicht mehr als echt und authentisch wahrgenommen werden.

Ich persönlich finde es extrem schade, wenn Menschen durch Kopieren, ihre Individualität verlieren. In der grossen, weiten Welt da draussen, braucht es mehr Persönlichkeiten, die den Mut haben individuell zu sein und der Charakter und die persönliche Note zum Vorschein bringen. Ich mag solche Menschen sehr, denn sie inspirieren mich immer wieder aufs Neue.

In dem Sinn wünsche ich Euch viel Mut zur Individualität und holt Euch die Inspiration, die Euch weiterbringt 😉.

Eure Nana

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The best time of the year? Really?

Die magischste Zeit des Jahres, wenn man friert, ständig nass wird, wenn die Lichterkette nicht funktioniert und sonst alles perfekt sein sollte (Autor unbekannt).

Ich hatte schon länger das Bedürfnis, diesen Blog zu schreiben. Besonders in den Ferien oder in einer freien Zeit, wenn mein Kopf frei von allen Ablenkungen ist, sprudeln oft zahlreiche Ideen in mir, die gerne in die Tat umgesetzt werden möchten. Das ist nun das Ergebnis meiner Gedanken 😊.

Das obige Zitat trifft perfekt auf meine Gefühlslage im Winter zu. Wenn mich jemand fragt, welches die schönste Zeit im Jahr für mich ist, dann ganz bestimmt nicht der Dezember, Weihnachten und Silvester 😉. Warum? Ich habe private Gründe, wie viele anderen Menschen auch, welche diese „magische Zeit“ nicht wirklich mögen. Früher wurde ich oft von meinem Umfeld nicht verstanden, als merkwürdig empfunden oder belächelt, weil ich gesagt habe, dass ich Weihnachten und Silvester nicht besonders mag. Nur wenige Menschen haben nachvollzogen, warum ich so denke, auch wenn sie meine privaten Gründe kannten.

Heute treffe ich immer mehr auf Mitmenschen, die ähnlich über das Thema „The best time of the year“, wie ich denken. Versteht mich bitte nicht falsch, ich finde es sehr schön und ich gönne es allen, die diese Zeit als wunderschön empfinden und im Kreise ihrer Liebsten feiern und dabei glücklich sind. Denn diese Menschen tun es, weil sie es aus dem Herzen fühlen und es kein Zwang für sie ist. Denn nur dann fühlt es sich auch echt an.

Warum wird Weihnachten als Fest der Liebe gefeiert und als beste Zeit im Jahr gekürt, sind die anderen Jahreszeiten, weniger wertvoll? Warum soll man nur einmal im Jahr zu allen „besonders“ nett und lieb sein? Das kann man doch auch das ganze Jahr bei den Menschen tun, die man sowieso mag oder nicht? Warum wird an Hilfsorganisationen erst Ende Jahr so viel gespendet und warum nicht in einem anderen Monat? Warum sollte man sich erst Ende Jahr selbst reflektieren und während den restlichen Monaten des Jahres nicht? Und warum wird erwartet das man ein Weihnachten und Silvester besonders glücklich sein sollte, zählen die anderen Momente dann weniger? Alles Fragen, welche ich für mich persönlich, aber nicht für die ganze Welt beantworten kann, weil Empfindungen unterschiedlich sein können und Momente individuell gefühlt werden. Diese Fragen die ich mir stelle, sind lediglich Gedanken, die ich mir seit Jahren immer wieder gemacht habe.

Wie einleitend erwähnt, war ich Jahre geprägt von der Gesellschaft, der Industrie und der Werbung, in Weihnachtsliedern, wie man in dieser Zeit sein sollte. Ich habe mich unwohl dabei gefühlt zu sagen, dass ich Weihnachten und Silvester nicht als tollste Jahreszeit empfinde und dass ich mich nie besonders auf diese Tage gefreut habe. Irgendwann, durch gute Gespräche mit Mitmenschen und auch inspiriert von anderen Meinungen, konnte ich mich von diesen Glaubensätzen „The best time of the year“ lösen. Ich fühlte mich freier, verstanden und das tat sehr gut 😊.

Ich möchte auf keinen Fall diese Zeit schlecht reden, wie bereits erwähnt, sind es einfach meine Gedanken und Erlebnisse, die mich dazu führen, dass ich das nicht so empfinden kann. Oft tun wir Dinge nur, weil wir das Gefühl haben, dies zu müssen und nicht weil wir es wirklich wollen. Auch ich muss mich bei anderen „Themen“ manchmal selber noch am „Näsli“ nehmen, um nicht nur das zu tun, was man müsste sondern, weil ich es will. But nobody is perfect or?

In meinen Augen kann ein schöner Moment in jeder Jahreszeit stattfinden. Ich gebe zu, dass oft der Sommer für mich die schönere Zeit im Jahr sein kann, aber das ist wohl oft dem warmen und sonnigen Wetter zu schulden, denn irgendwie bin ich ein echtes Sommer- und Sonnenkind 😉.

Welche Jahreszeit ist für Dich die schönste oder gibt es mehrere? Hast Du schon mal darüber nachgedacht?

In dem Sinne wünsche ich Euch in welcher Jahreszeit Ihr Euch auch wohlfühlt – schöne, magische, grossartige und abenteuerfreudige Momente.

Eure Nana 😊

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Behind the scenes

Die wirkliche Magie findet hinter den Kulissen statt.

Unbekannt

Kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr einem Menschen zuschaut, der tanzt, sich akrobatisch beweget, etwas bastelt oder sonst irgendeine Fähigkeit hat und es sieht für Euch von Aussen leicht und easy aus? Ihr habt Euch bestimmt schon ein paar Mal dabei ertappt und gedacht, da steckt vielleicht viel Talent dahinter, aber wahrscheinlich nicht viel Arbeit oder der Person fällt es sowieso ganz leicht das zu tun? Oder Euch gefällt eine Darbietung, ein Song oder etwas anderes nicht und urteilt und bewertet darüber? Kennt Ihr das Gefühl? Als ich noch als Zuschauerin im Publikum sass, passierte mir das ab- und zu. Seit ich selbst auf der Bühne stehe – sehe ich das anders.

Bitte denkt jetzt nicht, ich möchte von Euch Lob oder besondere Anerkennung, was ich tue. Das ist absolut nicht meine Absicht mit diesem Blogbeitrag 😉. Später mehr zu meinen Gedanken, warum ich diesen Beitrag schreibe. Ich liebe es auf der Bühne zu stehen und das Publikum zu begeistern. Die ganzen Erfahrungen hinter- und auf der Bühne möchte ich keinesfalls missen 😊.

Das Zitat «Die Magie findet hinter den Kulissen statt» trifft voll auf mich zu, und ich denke für andere Hobbys und Leidenschaften auch. Der ganze Zauber beginnt zu Anfang, egal ob Ihr auf einer Bühne steht etwas kreiert oder konstruiert.

Bis ein Burlesque-Act/Burlesque-Dance-Act entsteht, braucht es viel Zeit, Mut, Kreativität, Geld für Kostüme und weitere Ausgaben. Man beginnt zu Choreografien, bastelt, näht und stellt sich sein Kostüm zusammen und schneidet die Musik. Manchmal ist man am Rande der Verzweiflung, weil man Stunden investiert hat und am Schluss, merkt man – nein irgendwie muss ich noch einmal von vorne beginnen, weil es nicht so funktioniert, wie man es sich vorgestellt hat.

Sobald der Act fertig kreiert ist, übt und trainiert man an Feierabend und an Wochenenden unzählige Stunden, bis man sein Ergebnis dann auf die Bühne bringen darf. Dann klopft manchmal dieser nette Selbstzweifel an die Türe und fragt Dich: «Hey, will das wirklich jemand sehen», findet das tatsächlich dann jemand auch grossartig, was Du da zeigen oder präsentieren wirst?». (Genau so geht es mir übrigens beim Schreiben eines Blogbeitrages auch 😉). Dieser Prozess ist ebenfalls ein grosser Teil dieser Magie.

Dann kommt endlich der grosse Tag, wo man seine Kreativität dem Publikum vorstellen darf. Anreise, die langen Wartezeiten, Soundcheck, Lichteinstellung, Probedurchläufe, wieder lange Wartezeiten – alles begleitet von Nervosität, Hunger, viel Unterhaltung und Spass im Backstagebereich. Das Adrenalin schiesst in die Höhe, die Energie wächst und die Show beginnt und auf der Bühne vergisst man alles um sich herum und die Magie hat ihren Höhepunkt erreicht.

Nach einer Show ist es jeweils schön, ein Feedback zu erhalten und zu spüren, wie es dem Publikum gefallen hat und zu hören, dass man authentisch wirkte, viel Spass auf der Bühne hatte und zu spüren bekommt, dass man dies von Herzen gerne tut.

Wie bereits zu Beginn erwähnt, geht es mir keinesfalls darum, für meine Leidenschaft Burlesque und Burlesque-Dance Lob oder Anerkennung von Euch zu erhalten. Vielmehr geht es mir darum, dass wir Menschen oft dazu neigen, die Fähigkeiten und Erfolge anderer zu bewerten, als fielen sie ihnen leicht oder als hätten sie von Natur aus Talent, ohne grossen Aufwand betreiben zu müssen. Ich persönlich finde, dass auch wenn mir ein Song, eine Darbietung auf der Bühne, eine Handarbeit oder Ähnliches vielleicht nicht besonders gefällt, ich dennoch den Respekt vor der Person und ihrem Hobby bewahre und ihren Aufwand und ihre Arbeit dafür anerkenne.

Wann habt Ihr das letzte Mal jemanden ein Kompliment gemacht, wenn Euch etwas besonders gefallen hat😊? Nette und schöne Worte sind kostenlos und haben eine grössere Wirkung als jeder materielle Gegenstand auf dieser Welt. 😊

In diesem Sinn wünsche ich Euch viel Magie hinter Eurer Kulisse und der Respekt vor Eurem Hobby. 😊

Eure Nana

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